Dein erstes Video mit AI
Erstelle dein erstes Video mit AI — ohne Umschweife, ohne Vorwissen. Du wirst überrascht sein, wie einfach es ist. Keine Kamera, keine Filmausbildung nötig. Nur eine Idee und ein Prompt.
Warum Video eine andere Erfahrung ist
Bis jetzt hast du mit Texten, Musik und Bildern experimentiert. Video ist anders. Es braucht Bewegung, Zeit, Dynamik. Das macht Video gleichzeitig schwerer und magischer.
Stell dir vor, du wolltest früher einen Film machen: Du brauchtest eine teure Kamera, einen Ort, Schauspieler, Lichttechnik, Stunden für den Dreh, Wochen für die Nachbearbeitung. Das war nur etwas für Filmemacher. Heute? Du beschreibst einer AI, was du sehen möchtest — und innerhalb von Minuten liefert sie dir Szenen, die wie echte Filmaufnahmen wirken.
Das ist nicht weniger als eine Revolution. Und wie immer bei Revolutionen: Sie begreifen sie erst, wenn du sie selbst erlebst.
Deine Aufgabe: Schreib einen Video-Prompt
Heute machst du etwas Neues: Du beschreibst einem Video-Generator genau das, was du sehen möchtest. Wie eine Storyboard-Beschreibung, aber viel präziser, weil die AI daraus bewegte Bilder macht.
Öffne ein Video-AI-Tool. Hier sind drei kostenlose oder günstige Optionen:
- Runway Gen-3 (runwayml.com) — das fortgeschrittene Werkzeug, kann längere Videos (bis 10 Sekunden)
- Pika (pika.art) — einfache Bedienung, schnelle Generation, kostenlose Credits
- Luma Dream Machine (lumalabs.ai) — sehr realistisch, aber limitiert auf 5 Sekunden
Alle drei funktionieren ähnlich: Du schreibst einen Prompt, die AI generiert ein Video.
Hier sind drei Beispiel-Szenarien, wenn dir nichts Eigenes einfällt:
- Natur-Szenario: »Eine Welle, die gegen Felsen schlägt, Gischt spritzt in die Luft, bedeckt mit Sonnenlicht. Morgenstimmung, ruhig und kraftvoll.«
- Urban-Szenario: »Regnerische Straße in einer Stadt, Neonlichter spiegeln sich in Pfützen, Menschen gehen mit Regenschirmen vorbei, Nachtaufnahme.«
- Abstrakt-Szenario: »Geometrische Formen (Würfel, Sphären) drehen sich durch einen Farbraum, Übergänge zwischen Blau und Orange, minimalistisch, hypnotisch.«
Oder schreib etwas ganz anderes — vielleicht etwas aus deinem Leben. Was hast du die letzten Tage beobachtet, das du gerne als Video sehen würdest?
Was du beobachten sollst
Wenn die AI dein Video generiert (das dauert meist 1-3 Minuten), schau es dir mehrfach an und achte auf dein Bauchgefühl:
- Bewegungsqualität: Sieht die Bewegung natürlich aus, oder ruckelig? Wirken die Objekte schwerelos oder haben sie Gewicht?
- Stil-Konsistenz: Stimmt die Lichtstimmung mit deiner Beschreibung überein? Sieht alles wie aus einem Guss aus, oder patchwork?
- Timing: Passiert zu viel, zu wenig, oder genau richtig? Brauchst du schnellere oder langsamere Bewegungen?
Notiere dir diese drei Beobachtungen — sie sind dein Material für die nächste Lektion, in der wir überlegen, warum die AI genau das gemacht hat.
Ein Gedanke zum Mitnehmen
Viele Menschen sehen ein AI-Video zum ersten Mal und sagen: »Das ist ja nicht perfekt.« Stimmt. Es ist nicht perfekt. Aber es ist auch nicht nichts. Es ist eine lebende Skizze, ein animierter Gedanke, den du in Sekundenschnelle aus deinem Kopf auf den Bildschirm gebracht hast. Vor zwei Jahren hätte das nicht einmal Science-Fiction-Budget geschafft. Das ist nicht die Zukunft des Films — das ist bereits die Gegenwart.
Bewegte Bilder zu erschaffen ist wie Zauberei — und doch funktioniert es wie ein einfaches Gespräch. Dein erstes AI-Video ist der erste Moment, in dem du verstehst, dass »Video machen« eine Fähigkeit ist, die jeder heute hat.